Der Wochenmarkt bleibt am U-Bahnhof

Ramersdorf (hm). Zwar scheinen die bisherigen Probleme zum Bau des Nahversorgers nahe der Tennisanlage „Im Alten Wingert“ wie Lärmschutz und Ausgleichflächen gelöst zu sein, allerdings versucht der Investor Ratisbona eine Fläche für die notwendige Photovoltaikanlage zu finden.

Da der Zeitpunkt zur Eröffnung des EDEKA-Marktes nicht genau festzulegen ist und um den Ramersdorfer Bürgern und pendelnden Arbeitnehmern im Beueler Süden die Möglichkeit zum Einkauf frischer Waren zu geben, organisierte der Bürgerverein Ramersdorf Anfang August am U-Bahnhof Ramersdorf einen Abendmarkt. Geboten wurden frisches Gemüse, Obst, Frischfisch sowie Schnittblumen und Topfpflanzen.

Probeweise und mit großzügiger Unterstützung der Bonner Stadtverwaltung bis war der Markt bis Ende August geplant, wird aber nach dem positiven Probelauf fortgesetzt. Neu hinzukommen wird ein Käsestand, ein Brotwagen und ein Hamburger-Stand. So wird eine weitere Möglichkeit, neben dem Weinlädchen, dem Pizzaprinzip und griechischen Spezialitäten von Bakaliko, geboten bei entsprechenden Witterungsverhältnissen dort etwas zu verweilen.

Auch die Schwestern des Herz-Jesu-Klosters besuchen gerne den Abendmarkt.
Tagesfrische, die begeistert

Vier Jahre Skatepark Beuel

Fast auf den Monat ist es schon vier Jahre her, dass der Skatepark in der Beueler Rheinaue eröffnet wurde. Jetzt wurde Deutschlands grünster Skatepark, so die Meinung der Skaterszene, erweitert. Nach der bislang angebotenen Disziplin „Street“, kann ab sofort auch in der Disziplin „Park“ gebrettert werden.

Der neue Abschnitt besteht aus zwei Bowl-Bereichen, die in der Zeit von August 2021 bis April 2022 umgebaut wurden. Finanziert wurde die Baumaßnahme durch die Stadt Bonn und Eigenleistungen des Vereins „SuBCulture Bonn“, der den Park betreibt.

„Mit der Erweiterung des Skateparks unterstützen wir eine beliebte und wachsende Trendsportart, die ja inzwischen auch olympisch ist“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner zur Eröffnung. Sascha Heinz, Vorsitzender von SuBCculture: „Nach der Erweiterung des Skateparks um den Backyardpool, den Flowbowl und unsere Game of Skate Fläche, bleiben dem ,Skate-Herz‘ keine Wünsche mehr offen.“ 

Gesammelt wurden in den Jahren und bei der Eröffnungsfeier des 2. Bauabschnittes spannende Fotos, die das „Bröckemännche“ hier veröffentlicht.

Öffnungszeiten des Skateparks: Montag bis Donnerstag: 12 bis 20 Uhr (Scooter bis 18 Uhr, Mittwoch keine Scooter), Freitag: 12 bis 18 Uhr (keine Scooter), ab 18 Uhr nur für Vereinsmitglieder, Samstag und Sonntag: 14 bis 20 Uhr (Scooter bis 18 Uhr). wm

Ramersdorf: Viel Holz vor der Tür!

Kurz nach Redaktionsschluss der Märzausgabe erreichtet die Redaktion des „Bröckemännche“ ein Aufschrei des Bürgervereins Ramersdorf. Grund der Unruhe im Ennertdorf, dort wo seit Jahren ein Nahversorger gebaut werden soll, ist eine für die Bewohner nicht nachvollziehbare Fällaktion von Straßen NRW, die insbesondere rund um den U-Bahnhof Ramersdorf nicht mit der Verbreiterung des DB Schienennetzes zum Ausbau der S 13 zu tun hat.

Wilfried Mermagen, Vorsitzender des dortigen Bürgervereins: „Der Bau des Supermarktes Ramersdorf verzögert sich um ein Jahr. Grund für die Verzögerung: Das Umweltamt der Stadt Bonn sucht für die 15 Bäume und Sträucher, welche evtl. dem Supermarktparkplatz weichen müssen, verzweifelt nach einer Ausgleichsfläche.

Der Bürgerverein hat sie gefunden! Gleich gegenüber am U-Bahnhof und an der Lindenstraße hat die Autobahnmeisterei durch Abholzungen von 60% des Baumbestandes Platz geschaffen, obwohl die gefällten Bäume und Sträucher eigentlich auch einen gewissen Schallschutz bieten sollten. Jetzt haben wir nichts mehr, keinen Supermarkt und keinen Schallschutz.

Wo bleibt der Aufschrei der Politiker? Muss nicht jeder Baum und jede Grünfläche geschützt werden? Oder ist das alles nur ideologisches Gerede?“

Bereits Ende Februar, nachdem die ersten Bäume und Sträucher der Motorsägen zum Opfer fielen, wurde der Bürgerverein aktiv. Entsprechende Schreiben mit einer Fotodokumentation an die Kommunalpolitiker, Anja Lamotke (Grüne), Fenja Wittneven-Welter (SPD) und Daniel Rutte (Grüne) sowie MdL Guido Déus blieben aber unbeantwortet.

Von Oberbürgermeisterin Katja Dörner, der am 4. März geschildert wurde, dass der Bürgerverein Ramersdorf 1909 e. V. schon seit 15 Jahren um einen optimalen Lärmschutz rund um den Ortsteil Ramersdorf kämpft aber bislang nur Sichtschutzwände und eine leicht lärmreduzierende bepflanzte Böschung an der Autobahn bekam, wurde dem Verein am 8. März mitgeteilt: „Sehr geehrter Herr Mermagen, sehr geehrte Damen und Herren, Frau Oberbürgermeisterin Katja Dörner bedankt sich für Ihre Korrespondenz. Sie hat Herrn Stadtbaurat Wiesner gebeten, ihr zur bisherigen Entwicklung und zu Lösungsansätzen zu berichten. Im Anschluss wird sie Ihnen persönlich antworten und bittet um Verständnis, dass sie deshalb ein persönliches Gespräch zunächst  zurückstellen möchte.“

Bis dahin werden die Ramersdorfer noch lange das Holz vor der Tür haben und weiterhin größere Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen, bis der geplante Supermarkt die Türen öffnet.

Bereich Oberkasseler Str. Ramersdorf, Autobahndamm A562 nach dem Kahlschlag im Feb. 2022. Foto: Bürgerverein Ramersdorf
Kahlschlag an der Lindenstr. Foto: H. Müller
Fotos: Bürgerverein Ramersdorf

Ramersdorfer Weltumsegler berichten aktuell aus dem Nordatlantik

Mit der Beueler Fahne auf Weltumseglung. Das Kreuz ist die ungefähre, momentane Position, der Punkt ist das Ziel Martinique. Collage: Müller

Nach dem Ablegen am 22.12. In Las Palmas kommen die beiden Weltumsegler gut voran. Sie erlebten den Jahreswechsel zu zweit auf ihrer SEEKUH. Hannahs Eintrag vom 3. Januar auszugsweise aus dem Logbuch für die Leser des BRÖCKEMÄNNCHE:

„Heute war ein sehr entspannter Tag. Wir haben beide viel geschlafen, geduscht und Hörbücher gehört. Ein Highlight war dass nach über 10 Tagen uns ein Frachter auf eine Meile nahekam! Nach so langer Zeit nur Meer Meer Meer macht mich sowas richtig glücklich. Ich habe auch richtig Lust mal wieder ein einfaches Haus zu sehen haha. André hat kurz danach wieder einen Mahi Mahi aus dem Wasser geholt. Der Fisch war aber zu klein, sodass er wieder frei gelassen wurde. Fliegende Fische, die in der Nacht auf unser Boot fliegen, sind übrigens Standard geworden. Ein paar Zahlen noch: 1.269 sm haben wir von Las Palmas aus bereits geschafft mit einem durchschnittlichen Speed von 4,6 Knoten. 1.685 Meilen liegen noch vor uns bis Martinique! Halbzeit ist also bald da!“

Am gestrigen Dienstag berichtete Hannah über das Schlafen an Bord:
„Guten Morgen! Die Sonne ist eben wieder einmal unglaublich schön aufgegangen. Wir fühlen uns immer wie Simba auf dem Königsfelsen: Der Himmel wird rosa und ein groooßer roter Ball steigt auf. Einfach magisch. Wir haben schon lange keine Lichtverschmutzung mehr und sehen jeden einzelnen Stern hell leuchten. Manchmal wird diese Magie durch einen fliegenden Fisch unterbrochen, der gegen die Sprayhood knallt. Aber auch diese Tiere sind ja krass interessant. Fische mit Flügeln!!! Unsere Nacht war wieder entspannt.
Gefragt ob wir zum Schlafen dann auf dem Atlantik ankern. Nein! Unser Anker hat leider keine 4.000 Meter lange Ankerkette. Wir müssen durchgehend alles unter Kontrolle haben und verabschiedeten uns von festen Schichten. Stattdessen machen wir immer „solange wie wir können“ und sind im Rhythmus drin! Vorteil: Wenn wir müde werden schlafen wir auch sofort, meist 4–6 Stunden am Stück Da wir alle möglichen Alarme haben, könnte man die auch länger machen, aber sicher ist sicher. Wind heute: 15–16 Knoten, 4–5 Knoten Fahrt!“

Mit der SEEKUH auf Weltumseglung

Das BRÖCKEMÄNNCHE mit aktuellen Themen aus der Heimat ist ständiger Begleiter auf der Weltreise. Foto: Privat

Am 29. Juni startete die Ramersdorferin Hannah Komrowski mit Ihrem Partner André Waidlich in Emden mit Ihrer Yacht MANATEE (Seekuh) zur Weltumseglung (siehe BRÖCKEMÄNNCHE Ausgabe 1/2021).

Den letzten persönlichen Kontakt zur Heimat hatten die beiden in Porto, als sie vor der Abfahrt Richtung Kanarische Inseln von der Ramersdorferin Julia Schleier, der Liküra 2019, noch im Oktober besucht wurden. Anfang November hieß es dann in Lissabon „Leinen los“, um fünf Tage später Madeira, als Zwischenziel zur Überfahrt nach Gran Canaria, anzusteuern.

Angewiesen auf die richtigen Winde sind Seereisen allerdings nicht auf die Tage genau zu planen. Und stressfrei soll eine solche Auszeit, bei der man die Welt kennenlernt, auch sein. So hatte die Crew fast drei Wochen und ausreichend Zeit Madeira zu genießen. Einfach ein Traum was diese Insel zu bieten hat. 

Am 30. November standen dann die Winde gut, sodass „Abfahrt nach Gran Canaria“ ins Logbuch eingetragen werden konnte. Dort angekommen hieß es wieder warten und gleichzeitig den Start für die Überquerung des Nordatlantiks vorzubereiten.

Hannah, im Telefonat mit der Redaktion des BRÖCKEMÄNNCHE: „Die Vorbereitungen unserer ersten Atlantiküberquerung haben begonnen. Wir warten hier in Las Palmas auf ein passendes Wetterfenster. Der Vibe im Hafen ist ein anderer. Auch alle anderen Langfahrtsegler sind ein wenig aufgeregt. Am Boot muss noch einiges an Positionslichtern, dem Antennenkabel, dem Vorsegel und dem Impeller getan und die Passatbesegelung getestet werden. Bis zum Start am 22. Dezember müssen wir nur noch aufproviantieren, dann segeln wir los.

Wir haben ungefähr 140 Liter Trinkwasser in Flaschen/Dosen/Kanistern an Bord und weitere 200 Liter in unseren Boottanks. Zwei Liter am Tag haben wir für 30 Tage gerechnet und für die erste Woche wurde einiges an Obst und Gemüse gekauft. Danach können wir uns noch weitere drei Wochen weiter ohne Probleme verpflegen. Zur Not haben wir noch Notrationen in unserem Grabback.

Unser Ziel ist Martinique. Dafür werden wir ca. 25 Tage benötigen. Sollte allerdings etwas bei Boot oder Crew nicht passen, sind wir nach 8–9 Tagen auf Höhe der Kap Verden und können dort einen Halt machen. Ansonsten segeln wir mit dem Passat direkt in die Karibik. Wir haben ein Satellitentelefon. Darüber stehen wir in regelmäßigen Kontakt zu einem erfahrenen Wetterrouter. Das heißt: demjenigen senden wir unsere Position, behält das Wetter im Auge und gibt uns wenn nötig Hinweise, den Kurs zu korrigieren.“ 

Darüber wie die Reise in die Karibik verlief wird das BRÖCKEMÄNNCHE in seiner Ausgabe am 27. Januar berichten.

Kurz vor dem Start hatten die beiden Seeabenteurer allerdings noch Zeit ihren Freunden in Beuel mit einem Video frohe Weihnachten und einen guten Start ins „Neue Jahr“ zu wünschen.  

Die neuen Brauchtumsförderer mit ihren Urkunden von links: Andrea Bannert, Alexandra Roth, Philipp Puhlmann und Roland Gerwing mit dem „Liküra- Prinzessinen-Trio“ und Mitgliedern des Festausschusses LiKüRa-Karneval.

Förderer des LiKüRa-Brauchtums

Mit den Worten: „Endlich wieder Alaaf zusammen“ begrüßte die designierte 70. LiKüRa-Prinzessin Angela I. die Vertreter des Festausschusses LiKüRa-Karneval e.V., der Ratsfrauen und Ratsherren des Festausschusses LiKüRa-Karneval e.V und der der Ortsvereine aus Ramersdorf.

Beim traditionellen internen Sessionsopening des Festausschusses, stellte dessen Vorsitzende, Sabine Gerwing, mit Andrea Bannert, Alexandra Roth, Roland Gerwing und Philipp Puhlmann je zwei neue Ratsfrauen und -herren vor. Ab sofort unterstützen sie den LiKüRa-Festausschuss und das Brauchtum mit den notwendigen finanziellen Mitteln.

Arno Schatz, der Beueler Karnevalpaparazzi, war für das BRÖCKEMÄNNCHE mit dabei. Hier seine kleine Bildreportage. Weitere hochauflösende Fotos, ohne Werbung zum Download unter www.karneval-paparazzi.de