BONNEUM-Standort Beuel wurde eingeweiht

Beuel-Mitte (hm). In enger Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Köln und weiteren nationalen und internationalen Partnern hatte das Schulamt der Stadt Bonn bereits am 25. August 2020 das innovative Zentrum „BONNEUM digital“ entwickelt.

Das Bonner Leuchtturmprojekt BONNEUM ermöglicht Kindern und Jugendlichen entlang der Bildungskette – von der Kita über Grundschule und weiterführende Schule – forschendes und entdeckendes Lernen in den MINT-Themenfeldern. Zudem dient es als Zentrum für Aus-, Fort- und Weiterbildung von Erziehern und Pädagogen.

Im Medienzentrum der Stadt Bonn an der Riesstraße 9 wurden hierzu zwei Schulungsräume, ein PC-Raum und ein Büroraum eingerichtet, sowie eine komplett neue Daten-Infrastruktur nach neuesten Standards installiert.

Zwei zentrale Forscherwerkstätten und acht „Satelliten“

Zusätzlich wurde im Mathematik-Zentrum (MathZe) an der Limpericher Straße in Beuel ein flexibler PC- und Schulungsraum, ebenfalls mit neuer Daten-Infrastruktur, für Schülerinnen und Schüler als Außenstelle hergerichtet. Dieser bietet die Möglichkeiten der Digitalisierung die Kinder und Jugendliche selber forschend für sich entdecken wollen: Coding, Roboting, Programmierung, Umgang mit digitalen Endgeräten und Medien.

Ausgehend von diesen zwei Zentren haben sich an acht dezentralen Standorten lokale Bildungsnetzwerke, so genannte „Satelliten“ im Stadtgebiet Bonn, jeweils bestehend aus einer Kita, einer Grund- und einer weiterführenden Schule zusammengeschlossen. In Beuel sind dies: Die Kitas St. Adelheid, Sonnenpänz, und Rothkäppchen, sowie die GGS Om Berg und die IGS Bonn-Beuel.

Anlässlich der Bonner Bildungswoche vom 26. bis 29. September wurde zu Auftakt der zweite außerschulische Lernort des BONNEUM am Standort Beuel in der Rölsdorfstraße 20 (ehemalige Realschule Beuel) von Oberbürgermeisterin Katja Dörner gemeinsam mit zahlreichen Gästen feierlich eingeweiht. „Wir wollen gemeinsam das Beste für die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt und jungen Menschen entlang der Bildungskette, also von der Kita über die Grundschule bis zur weiterführenden Schule, forschendes und entdeckendes Lernen ermöglichen“, sagte Katja Dörner.

Sie lobte das Projekt zudem als „Musterbeispiel für eine gelungene und aktiv gelebte staatlich-kommunale Verantwortungsgemeinschaft. Sie dankte den  engagierten Förderern für „ihr Herzblut, ihren Einsatz und Enthusiasmus für das Projekt BONNEUM“.

Mit wieviel Begeisterung  Kinder und Jugendliche das BONNEUM schon jetzt tatsächlich leben, zeigten Schüler und Schülerinnen der Grundschule Om Berg und des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums in zwei Experimenten, der Sektkorken-Brause und Unterdruck im Wasserglas.

BONNEUM in all seinen Facetten zu entdecken

Die Eröffnung des BONNEUMs markierte zugleich den Start der Bildungswoche Damit wird das Projekt BONNEUM offiziell für Kitas, Schulen sowie alle Interessierte vorgestellt. In verschiedenen Workshops können Lernarrangements vor Ort in den Forscherwerkstätten ausprobiert werden. Beteiligte Schulen und Kitas haben hier mit viel Engagement Veranstaltungen vorbereitet.

So fand am 27. September in der Beueler Grundschule Om Berg eine Luft und Holzwerkstatt für Eltern und Kinder statt.

Ergänzt wird das Programm von Diskussionsrunden und Vorträgen. Zahlreiche weitere Informationen zum Aufbau des Projekts, Beteiligungsmöglichkeiten und Veranstaltungen finden Interessierte auf der neuen Internetseite zu BONNEUM unter www.bonn.de/bonneum.

OB Katja Dörner startet eine mit Wasserstrahl und Druckluft angetriebene Rakete. Foto: S. Engst Stadt Bonn
OB Katja Dörner und Boris Preuss, Abteilungsdirektor Schule der Bezirksregierung Köln, stehen Christian, Piet und Johanna für ein Experiment mit einem umgestülpten Wasserglas zur Verfügung. Foto: S. Engst Stadt Bonn
Vito, Jonathan und Mouna spielen „Über den Fluss“. Foto: S. Engst Stadt Bonn

Fotos Galerie: Déus

Städtepartnerschaft mit vollem Programm

Beuel/Mirecourt (hm). Gut zwei Jahre konnten die Mitglieder des Partnerschaftskomitees Beuel-Mirecourt, in Folge der Corona-Pandemie, sich nur sporadisch oder online treffen. Dafür erlebte die Gemeinschaft, die bereits seit 1969 besteht und von beiden Städten vorbildlich ausgestaltet und gelebt wird, vom 10. bis 18. September ein proppevolles Herbstprogramm.

Begonnen hatte es mit dem Besuch der Freunde aus den Vogesen bei einem mehrtägigen Besuch zu Pützchens Markt und beendet wurde es mit der Bürgerfahrt vom 16.–18. der Beueler nach Mirecourt.

Begeistert verfolgten bereits am Freitag einige Fußballer des „US Mirecourt-Hymont“ den Historischen Festzug über das Marktgelände, bevor am Samstag die ehemalige Wäscherprinzessin von 1994, Lucie Claude, mit weiteren Besuchern von Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn bei einem kleinen Imbiss begrüßt und danach ausgiebig, auch in der Bayernfesthalle gefeiert wurde.

Natürlich durfte am Sonntag ein Besuch mit Führung im Beueler Heimatmuseum nicht fehlen. Den rheinischen Abend erlebten alle ausgelassen in einer Box im Festzelt, in das der „Freundeskreis Pützchens Markt“ die französischen Gäste eingeladen hatte.

Unter dem Motto „Europa geht uns alle an“ organisierte die Bezirksverwaltungsstelle Beuel und organisiert von Elke Kiesel und Ralf Birkner die Bürgerfahrt von Beuel, mit einem Zwischenstopp in Saarburg, nach Mirecourt.

Die Reise wurde im Sinne von Europa und besonders der aktuellen Herausforderungen konzipiert: Das Konzept für die Fahrt hatte die Entscheidungsträger des „Deutsch-Französischen Bürgerfonds“ (https://www.buergerfonds.eu/startseite) ebenfalls überzeugt und wurde deshalb auch finanziell unterstützt.

An Bord neben Lara Mohn, zahlreiche weitere Vertreter aus der Kommunalpolitik so die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Heidi Froese-Jauch, die Bezirksverordnete Silke Uckermann, die Bezirksverordneten Marco Rudolph und Gerhard Baumgärtel sowie die Beueler Stadtverordneten Fenja Wittneven-Welter, Reiner Burgunder und Rainer Haid.

Die meisten von ihnen, sowie viele Mitfahrer waren zum ersten Mal in Mirecourt und sichtlich begeistert und berührt von der Herzlichkeit und dem Engagement auf der Mirecourter Seite.

In Mirecourt wurde ihnen Möglichkeit gegeben die Museen zu besichtigen, an einer Stadtführung teilzunehmen oder auch in ein Geigenbaueratelier hineinzuschauen. Den Kommunalpolitikern wurde verschieden Projekte der Stadt gezeigt und Gelegenheit geboten, ein wenig hinter die Kulissen zu schauen. Besichtigt wurde das kleine Dorf Bouxurulles. Dort gab es Gelegenheit einem Korbmacher über die Schulter zu schauen und die alte Werkstatt eines Stellmachers zu besuchen.

Empfangen wurden die Beueler in Vittel von Bürgermeister Franck Perry. Der anwesende Abgeordnete der französischen Nationalversammlung, Jean-Jacques Gaultier (Mitglied der deutsch-französischen Parlamentariergruppe, die sich besonders um die deutsch-französischen Beziehungen kümmert), lobte dabei die Aktivitäten und die Lebendigkeit der Städtepartnerschaft zwischen Mirecourt und Beuel und betonte, wie wichtig es sei, dass die deutsch-französische Freundschaft weiter gestärkt wird.

Lara Mohn überreichte sowohl in Vittel als auch in Mirecourt ein Foto von dem Besuch Charles de Gaulle am 5. September 1963 in Bonn. Er wurde damals von 30.000 begeisterten Bürgern empfangen und hielt anschließend eine emotionale Rede in Bezug auf die deutsch-französische Freundschaft sowie die Versöhnung zwischen beiden Ländern.

Regina Haunhorst Vorsitzende des Partnerschaftskomitee Beuel-Mirecourt abschließend: „Die Förderung durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds hat dazu geführt, dass die Reisekosten niedriger gehalten werden konnten und die Möglichkeit eröffnete, unsere französischen Freunde zu allen Mahlzeiten vor Ort einzuladen. Diese Wertschätzung durch den Bürgerfonds, der die deutsch-französische Begegnungen auf zahlreichen Ebenen unterstützt, ist für uns alle eine Motivation, uns weiterhin für die Städtepartnerschaft, einem Mosaikstein im europäischen Friedensgebilde, einzusetzen.“

Weitere Informationen: www.beuel-mirecourt.eu

Gemeinsam für Europa. Die Städtepartnerschaft Beuel Mirecourt.
Der Besuch im Heimatmuseum ist fester Bestandteil der Besuche in Beuel.
Lara Mohn überreicht in Anwesenheit von Jean-Jacques Gaultier das Gastgeschenk an Nathalie Babouhot (stv. Bürgermeisterin Mirecourt) und den Bürgermeister von Vittel Franck Perry (v. li.). Foto: Haunhorst

Malentes Theaterpalast

Was für ein Theater

Pützchen (hm). Großen Zuspruch fand heute die Kundgebung am eigentlich zukünftigen Standort des „Malente Theater Palast“ in Pützchen. Thema der Freunde des Theater Palastes, der im Juni von der B9 nach Pützchen umzog, war die „Nichtgenehmigung“ zum Spielbetrieb. Ein Skandal wie entsprechend in den sozialen Medien kommentiert wurde. „Immer neu vorgebrachte fadenscheinige Auflagen der Stadt verhindern den Spielbetrieb.“ 

Weiter wird gepostet: „Bonn schafft es nicht nur den Verkehr in der Stadt lahm zu legen, sondern ist auf dem besten Weg auch die Kultur lahm zu legen. Das muss verhindert werden und die Stadt ist hier gefordert eine Lösung zu finden, damit das ,Spiegelzelt‘ sehr zeitnah eine Spielgenehmigung bekommt! Frau Dörner es wird Zeit das Sie sich der Sache persönlich annehmen.“

Hierzu teilt das Presseamt der Bundesstadt in einer Pressemeldung von heute mit: „Trotz monatelanger Gespräche und Verhandlungen liegt der Stadt Bonn bisher kein genehmigungsfähiger Bauantrag zur Genehmigung der Errichtung des Spiegelzeltes für Malentes Theater Palast in der Lagerhalle von Hubert Markmann am Holzlarer Weg in Pützchen vor.“

Begründet wird die Notwendigkeit eines solchen Antrages wie folgt: „Für die Aufnahme des Spielbetriebs müssen zunächst genehmigungsfähige Planunterlagen vorgelegt und – nach erteilter Baugenehmigung – brandschutztechnische Maßnahmen umgesetzt werden.“ 

Hierzu Ordnungsdezernent Stadtdirektor Wolfgangs: „Wir sehen das Vorhaben grundsätzlich positiv und unterstützen es gerne. Aber ohne ein Konzept, das die geltenden Vorgaben und Bestimmungen erfüllt, können wir keine Baugenehmigung erteilen. Hier geht es um die Sicherheit der Besucher*innen sowie des Personals!“

Aktuell ist offensichtlich der Brandschutz nicht gewährleistet, denn mit dem historischen Spiegelzelt sollte ein als „fliegender Bau“ konzipiertes Gebäude, das eigentlich zum Betrieb im Freien konstruiert und genehmigt ist, in einer Industriehalle aufgestellt und mit Aufführungen für bis zu 200 Personen betrieben werden.

„Diese Kombination würde beispielsweise im Falle eines Brandes sowohl die Rettung von Personen als auch die Löscharbeiten durch die Feuerwehr in der vorgesehenen Form nicht ermöglichen. Mit entscheidend dafür ist, dass weder das Tragwerk der umgebenden Halle noch das des Zeltes einem Feuer ausreichend Widerstand bieten“, so die Argumente zum Brandschutz in der Pressemitteilung. 

Möglich machen würde dies allerdings ein baulicher und anlagentechnischen Aufwand, wie zum Beispiel die Installation einer Brandmelde-, Rauchabzugs- und Löschanlagentechnik. Diese würden die brandschutztechnischen Schutzziele, Brandschutzbestimmungen und baurechtlichen Vorgaben für diese „Raum-in-Raum-Situation“ erfüllen.

Darauf seien die Antragsteller seit der Bauvoranfrage zu Beginn des Jahres 2022 wiederholt hingewiesen und die erheblichen Bedenken erstmals Ende Februar 2022 formuliert worden. 

In der Folge soll die Problematik ausgiebig in persönlichen Gesprächsrunden unter Beteiligung der Bauaufsicht, der Feuerwehr, der Planer und der Betreiber erörtert worden sein.

Weiter heißt es in der Stellungnahme der Stadtverwaltung: „Der aktuelle Vorschlag der Antragsteller, den Spielbetrieb bis zur Umsetzung der brandschutztechnischen Maßnahmen übergangsweise durch den Einsatz von Brandsicherheitswachen zu kompensieren, kommt zum aktuellen Zeitpunkt ebenfalls nicht in Betracht. Denn u.a. liegt aufgrund des fehlenden, genehmigungsfähigen Brandschutzkonzeptes noch keine Zieldefinition als Grundlage für die Bewertung einer solchen Brandsicherheitswache vor.“ 

Die Stadtverwaltung setzt die Gespräche mit Malentes Theater Palast fort und unterstützt – wenn gewünscht – bei der Suche nach alternativen Übergangsstandorten im Freien.

Fotos 1 und 2: Burgunder

Schluss mit lustig, nachdem die Stadtverwaltung die Genehmigung wegen nicht vorhandener Brandschutzauflagen bislang verweigert hat.
Die neue Spielzeit von Malente Theater Palast in Pützchen verzögert sich.
Fast 100 Freunde des Theater Palastes bei der Kundgebung in Pützchen. Foto: Malsch

Gelungene Neuauflage des Beueler Promenadenfestes

Das Beueler Promenadenfest fand am 27. August erstmalig wieder „Rund um das Chinaschiff“ am Beueler Rheinufer statt. 

Organisiert wurde es durch die Interessengemeinschaft Beueler Vereine (IBV), die am 18. März von 12 Vereinen gegründet wurde.

Hauptsponsor der gut besuchten Veranstaltung war die TSV Bonn rrh., die als größter Beueler Verein in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag feiert.

Neben gastronomischen Angeboten hatten die Abteilungen der TSV sportliche Aktivitäten, in der Hauptsache für Kinder und Jugendliche auf der Wiese und auf der Bühne im Angebot. Gebacken wurde vermehrt von den Damenkomitees, sodass zur Kaffeezeit keiner der Besucher zu kurz kam. Informationen zur Deutsch-Französischen Städtepartnerschaft bei Wein und Käse gab es beim Partnerschaftskomitee am Mirecourtplatz und frische geräucherte Forellen beim Schifferverein und den Fischerfreunden Bergheim. Deftig und gern gekauft war die Ähzezupp der Beueler Stadtsoldaten. 

Erstmals konnte Beuel wieder mit den Vereinen gefeiert werden, obwohl an diesem Wochenende mit den Hofgartenkonzerten, Jeck im Sunnesching sowie weiteren Vereinsfesten in Bonn volles Programm war. 

Das Ziel der IBV, die Kommunikation unter den Vereinen zu fördern sowie eine Plattform für Zusammenarbeit und zum Austausch untereinander zu bieten trägt erste Erfolge.
Von Beginn an war die Bühne am China Schiff umlagert. Das Programm, moderiert von Ralf Birkner, mit Druckluft, Kempes Finest, dem Musikzug der Beueler Stadtsoldaten, der B-Five Bluesband und den Ennertfunken sowie Darbietungen der Judosportler des TSV Bonn rrh. konnte sich Sehen und Hören lassen. 

Mehr in der Septemberausgabe des BRÖCKEMÄNNCHE, das am 1. September erscheint.

Der Bröckemännche-Dooschlöscher kreiert von Reiner Burgunder, feierte Premiere
Die Schwarz-Gelbe-Jonge haben bereits die Tickets für ihre Sitzungen zu Karneval gedruckt
Das Promenadenfest, der Beueler Treff für Alle

Alle Fotos Max Malsch.

Oldtimerausstellung übertraf die Erwartungen

Beuel-Mitte (hm). Nicht die blitzsauber polierten Altertümchen auf vier Rädern, sondern der Antikmarkt sollte am 2. und 3. Juli am Beueler Rheinufer im Fokus der Besucher stehen.

Die Oldtimerausstellung, die als Oldtimertag sonntags stattfand, übertraf allerdings die Erwartungen der Beueler „Oldtimerfreunde Schäl Sick“, die mittlerweile 10 Jahre ihre Schätzchen pflegen.

Gegründet im Jahre 2012, gingen sie ein Jahr später unter der eher bescheidenen Bezeichnung „1. Beueler Oldtimertag“ an die Öffentlichkeit. Was folgte waren vier regelrechte Großveranstaltungen, die sich als eigenständige Veranstaltungen, „Beueler Classics“, einen Namen machten.

Erwartet hatten sie beim diesjährigen Neustart ca. 30 Fahrzeuge. Angefahren kamen aber gut 100 Hingucker, darunter ein 115 Jahre alter Charron HP12 aus Bad Honnef. Aber nicht nur aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis kam „poliertes Blech“ ans Beueler Rheinufer. Bis hin nach Düsseldorf hatte es sich wohl herumgesprochen, dass die Beueler Oldltimerfreunde, die Corona-Pandemie überstanden haben und versuchen an alte Zeiten anzuknüpfen.

Präsent waren diesmal u.a. verschiedene Porsche Typen, Trabbis und Chevis ein Opel Kadett und der Mercedes 220 S von Max Malsch, dem Fotoreporter des BRÖCKEMÄNNCHE, der mit den nachstehenden Fotos Lust auf ein weiteres Meeting in 2023 macht.  

Werner Koch, Sprecher der Oldtimerfreunde vor der Veranstaltung: „Nach der Zwangspause besteht unser Verein nur noch aus 10 Mitgliedern. Wir fangen praktisch noch mal bei Null an. Vieles ist mit Blick auf 2023 und die Jahre danach denkbar.“

Er bewertet die derzeitige Situation dennoch positiv. Jedenfalls werden sich die Oldtimerfreunde im kommenden Herbst ergebnisoffen zusammensetzen und die Weichen für die Zukunft frühzeitig stellen.

Girls’ & Boys’ Day: Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr

Beuel (hm). Mit mehr als 80 Angeboten beteiligte sich die Stadt Bonn diesmal am bundesweiten Aktionstag. Mädchen und Jungen hatten die Gelegenheit, in „typische“ Berufe des jeweils anderen Geschlechts hinein zu schnuppern und sich damit weitere Berufsperspektiven zu eröffnen.

Berufe kennenzulernen, in denen Frauen und Männer jeweils unterrepräsentiert sind – darum geht es beim bundesweiten Girls‘ und Boys‘ Day. Auch die Stadt Bonn beteiligte sich wieder an dem Aktionstag.

Das Interesse an der Arbeit der Feuerwehr war sehr groß. Mehr als 100 Mädchen hatten sich auf die 20 Plätze beworben aber nur 20 Mädchen ab 14 Jahren bekamen einen intensiven Einblick in die Arbeit der Bonner Berufsfeuerwehr. Im Ausbildungszentrum der Feuerwache 2 in Beuel wurden Sie von Ausbildungsleiter Eric Lambertz in Empfang genommen, legten die Schutzkleidung an und nach einer kurzen theoretischen Einführung ging es an verschiedene praktische Ausbildungsstationen. Darunter ein Brandverlauf, Erste Hilfe/Reanimation, Leitersteigen, Personensuche mit der Wärmebildkamera oder Personenrettung bei Verkehrsunfällen.

Die Bonner Feuerwehr machte zum achten Mal beim Girls‘ Day mit. Aktuell arbeitet eine Frau im aktiven Einsatzdienst bei der Bonner Berufsfeuerwehr. Zwei weitere Frauen absolvieren momentan den Grundausbildungslehrgang. Dazu gibt es sechs weibliche Auszubildende zur Notfallsanitäterin, die auch anschließend eine Feuerwehr-Ausbildung planen.

„Die Tendenz zu mehr Frauen bei der Feuerwehr ist steigend“, sagt Ausbildungsleiter Eric Lambertz. Um zur Feuerwehr in die Laufbahnausbildung zu kommen, ist entweder eine bereits abgeschlossene handwerkliche Ausbildung Voraussetzung oder eine Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter*in nach dem Schulabschluss notwendig.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn, Stephanie Clemens-Krämer, sowie Elke Leis von der Gleichstellungsstelle machten sich ein Bild vom Girls’ Day bei der Feuerwehr. „Das diesjährige Motto des Aktionstages lautet ‚Es zählt, was du willst!‘“, daher wollen wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich möglichst vielfältig über Berufe zu informieren, um unabhängig von Rollenstereotypen entscheiden zu können, in welche Richtung es beruflich gehen könnte“, sagt Stephanie Clemens-Krämer.

Fotos: Gleichstellungsstelle der Bundesstadt Bonn

Einweisung in das Lösch- und Schlauchsystem der Beueler Feuerwehr.
Einweisung in das Lösch- und Schlauchsystem der Beueler Feuerwehr.
Girls‘ Day & Boys‘ Day:
Stadt Bonn seit zwölf Jahren dabei 

Insgesamt 88 Plätze bot die Stadt Bonn an. Mädchen konnte sich bei der Feuerwehr, in der Stadtförsterei, dem Gebäudemanagement oder der Kläranlage umsehen. Für Jungs standen Schnupperangebote in städtischen Kitas, Seniorenzentren, einem Tagespflegehaus, dem Labor einer Kläranlage, der Stadtbibliothek, dem Dienstleistungszentrum, der Internationalen Begegnungsstätte oder der Unteren Naturschutzbehörde zur Verfügung. Die Stadtverwaltung Bonn beteiligt sich bereits zum zwölften Mal an der bundesweiten Aktion und hat auch bereits von Anfang an Angebote für Jungen zur Verfügung gestellt. Organisiert wird der Tag von der Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn in Zusammenarbeit mit den Fachämtern.

Forever Jeck,
Lena I. bleibt im Amt

Beuel-Mitte (hm). Und Sie macht es zum dritten Mal! Lena Obliers, Mitglied des Oberkasseler Damenkomitees „Nixen vom Märchensee“ wurde von der Findungskommision der Beueler Weiberfastnacht erneut zur Wäscherprinzessin der Session 2022/23 gewählt.

Die 24jährige Automobilkauffrau präsentierte sich bislang stets mit der „Noch net ävve dann“-Schärpe, die ihr als Lena I. bereits am 11.11.2020 am Rheinufer beim „Bröckemännche“ von Obermöhn Ina Harder übergeben wurde, während das Ornat immer noch ungetragen im Kleiderschrank hängt.   

Nach zwei Jahren Corona-bedingter Lauerstellung hofft die jecke Beueler Familich, dass die Oberkasseler Powernixe endlich wieder mit den Beueler Wiever an Weiberfastnacht durch Beuel zieht und bei ihrem dritten Anlauf das Rathaus stürmt.  

Lena glücklich über die nochmalige Möglichkeit ihre sicherlich mehr als 200 Auftritte erfüllen zu können. „Hoffentlich komme ich diesmal über den „Noch net ävve dann“ Status hinaus, erhalte bei der Proklamation die Insignien, werde dann endlich eine richtige Wäscherprinzessin und darf bis Aschermittwoch (22. Februar 2023) unser Brauchtum vertreten.“

Vorher wird sie am 19. 11. zum dritten Mal gemeinsam mit Liküra Angela I. im Brückenforum vorgestellt und das Sessionsmotto verkündet. Die Proklamation ist für den 20. Januar 2023 ebenfalls im Beueler Brückenforum terminiert.

Erinnerungen an die letzte Session und aktuelle Fotos von der Wahl am 25. April in unserer Bildergalerie.

Lena Obliers (Mitte) wurde zum dritten Mal von der „Findungskommission Beueler Weiberfastnacht“, der neben den Damenkomitees auch Obermöhn Ina Harder, Hans Hallitzky, Ralf Birkner, und Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn (v. li.) angehören, zur Wäscherprinzessin Lena I. gewählt. Foto: Max Malsch
Ein eingespieltes Team Lena Obliers und ihre beiden Wäscherinnen: Janina Peeters-Daufenbach und Judith Rötten (v.li.). Foto H. Müller

Mit Liebe zum Brauchtum und der Integration

Traditionelles Anhissen des Schiffer-Verein Beuel

Beuel (hm). „Wenn die bunten Fahnen wehen …“, geht die Fahrt, nicht, wie bei der populären Volksweise übers Meer, sondern der Schiffer-Verein Beuel 1862 e.V. schmückt zum Osterfest seinen Schiffermast am Beueler Rheinufer mit allem, was der Flaggenfundus zu bieten hat.

Letztmalig wurden die Fahnen feierlich zum Osterfest 2020 gehisst. Verlernt hatten die Aktiven des ältesten Beueler Traditionsvereins allerdings nichts. Pünktlich traf der kleine Festzug, angeführt von Flaggen der Ukraine, des Tibet, Beuel und Nordrhein-Westfalen, sowie der Tragefahne des Schiffer-Verein und Dudelsackpfeifer Martin Fischer, am Flaggenmast an Rheinufer ein. Fast 200 Zuschauer wurden danach Zeuge des traditionellen Spektakels am 12 Meter hohen Beueler Wahrzeichen mit einer nicht alltäglichen musikalischen Umrahmung.

Begrüßt wurde der Festumzug, an dem in Beuel kürzlich aufgenommene Ukraine-Flüchtlinge teilnahmen, durch den „Mobilen Beueler Glockenstuhl“, bespielt von den bekannten Beierleuten Ariane Toffel und Georg Wagner. Danach hatten sechs   Familienangehörige einer Musikerfamilie aus der Ukraine, die seit einer Woche in Beuel privat untergebracht sind, ihren musikalischen Auftritt. Ihre Instrumente, konnten bis auf ein Saxophon auf der Flucht mitnehmen. Seite einer Woche sind zwei davon bei Schifferschwester Zeyna Saba untergebracht. Drei Kinder der beiden Zwillingsschwestern werden nach den Osterferien die Beueler Realschule besuchen während die beiden Mütter Deutschunterricht nehmen. Damit gemeinsam weiter musiziert werden kann, kaufte und schenkte der Schifferverein noch kurzfristig Ersatz für das abhanden gekommene Saxophon. Erneut am Mast und neben der Ukraine Fahne aufgezogen, wurde die von Gisela Orizu übergebene Tibet-Fahne. Sie weht nun offiziell bei Stromkilometer 654. Ein sehr emotionaler Moment für zwei anwesende Tibeter, denen das Hissen ihrer Flagge im Tibet verboten und unter Strafe gestellt ist.   

Wie beim Schiffer-Verein üblich, gab es nach der 33. Flaggenhissung zu Ostern, auch etwas zu süffele und zu müffele. Gelegenheit also sich bei einem Kaltgetränk nach der langen, coronabedingten Pause wieder einmal auszutauschen.

Ein musikalisches Dankeschön von einer in Beuel aufgenommenen ukrainischen Musikerfamilie. Foto: Müller
Die neuen Flaggen werden gehisst. Foto: Müller

Strahlende Gesichter und Freudentränen

Beuel Mitte (hm). Was für eine tolle Idee des Beueler Vereins, „Pützchens Markt hilft e.V“ und Schausteller der Beueler Osterkirmes, die an Gründonnertag ukrainische Flüchtlingskinder, die nach ihrer Flucht bei Bonner Familien untergebracht sind, mit einem vorgezogenen Ostergeschenk bedachten.

Organisiert von Biggi Landsberg, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern des Vereins, kamen mehr als 70 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren mit 30 Begleitpersonen ans Rheinufer, wo bereits seit dem 8. April die Traditionskirmes stattfindet.

Ziel der beiden Veranstalter war es etwas Abwechslung in den Alltag der Kinder bringen, die in der letzten Zeit so unschöne Erlebnisse hatten und für zwei Stunden versuchten, die schrecklichen Kriegsereignisse in ihrer Heimat zu vergessen. 

Kinderkarussellfahren war beim Kirmesrundgang ebenso angesagt wie cooles Drehen auf dem Break Dance, crashen mit Autoscootern, schwingen auf der Schaukel oder einer Aussichtsfahrt in der Silbermine, einer kleinen Achterbahn. Da durften zum Abschluss natürlich weder die kultige Zuckerwatte noch reichlich Pommes fehlen.

Dirk Johannsen vom Beueler Verein, Pützchens Markt hilft e.V.: „Ich kann mich nur wiederholen. Es ist schon ein seltsames und sehr bewegendes Gefühl, wenn sich eine Mutter bei uns tausendmal bedankt, und mit Tränen in den Augen erzählt, dass sie ihre Kinder seit Wochen das erste Mal wieder lachen sieht.“

Die Beueler Osterkirmes endet am Montag, 18. April. Am Samstag ist die Kirmes von 14.00 bis 21.00 Uhr geöffnet, an den beiden Ostertagen von 11.00 bis 21.00 Uhr.

Strahlende Gesichter von mehr als 70 Flüchtlingskinder waren mehr als ein Dankeschön für den Besuch der Beueler Osterkirmes. Foto: Max Malsch
Cooles Drehen in den bunten Kabinen des Break Dance. Foto: Privat

Beuel blühte auf

20. Frühlingsfest war die reinste Lust am Leben

Nach zweijähriger Corona-Pause öffnete Organisationsleiter Marcus Kissener am Samstag, den 26. März die Absperrgitter zur zweitägigen Blumen- und Gartenshow bei sensationellem Frühlingstemperaturen am Rheinufer „rund um die Kennedybrücke.“

Hier trafen sich zwei Tage lang, zwischen Mirecourtplatz und Gierponte die Schäl-Sick-Gesellschaft und all diejenigen, die wissen was die Bonner Sonnenseite zu bieten hat.

Kurzfristig hatten sich die Gewerbetreibenden zur Durchführung der Veranstaltung entschieden, als die Stadtverwaltung, das Frühlingsfest mit entsprechenden 3G-Auflagen genehmigte.

Bunt gemischt standen zahlreiche Stände zum Thema „Blumen & Garten“ auf der 300 Meter langen Festmeile. Gartenfachbetriebe zeigten und verkauften aktuelle Palmen, Stauden und Blumen. Der Beueler Einzelhandel präsentierte den Frühling mit allem was dazu gehört und der Fachhandel aktuelle Gartenmöbel und Kräfte sparende Gartengeräte. Für den kleinen Hunger und großen Durst zwischendurch boten diverse Imbissstände kulinarische Gaumenfreuden, sodass am Beueler Rheinufer auch unter Palmen Currywurst, Reibekuchen oder Pommes verzehrt werden konnten, während auf die Kinder ein Karussell wartete.

Am Sonntag präsentierte die Gewerbe-Gemeinschaft-Beuel (GGB) beim ersten Open-Air-Event nach der CORONA-Pandemie mehr als 50 Vespa Roller, die zum Blumenkorso durch Beuel rollten. Für Unterhaltung sorgten ab 14.00 Uhr die „Rabbit-Tail-Jazzband“, „Dancing Sound“ und „Drehorjels Hermann.“

Zu einem Rundgang hatte die GGB gleichzeitig alle Beueler Stadt- und Bezirksverordneten auf Höhe des „Chinaschiffes“ eingeladen. Werner Koch: „Nur gemeinsam mit der Kommunalpolitik funktioniert Beuel, wenn es darum geht den Bürgern ihren Stadtbezirk noch lebens- und liebenswerter zu machen.“

Solidarität mit den Bewohnern der Ukraine stand auch auf Frühlingsfest ganz oben an. So wurde für beide Tagen eine großangelegte Hilfsaktion gestartet. Initiiert von Manuel Fischer dem Direktor des Bonner Weihnachtszirkus und unterstützt von Schausteller Hubert Markmann, Ex-Bezirksbürgermeister und MdL Guido Déus sowie Werner Koch von der GGB, wurden an den Sammelstellen, Jahrmarkthalle (Holzlarer Weg 42) und an der Kennedybrücke, in erster Linie haltbare Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, Konserven, Tee, Wasser, Babynahrung oder Trockenwurst sowie auch dringend benötigte Hygieneartikel, Waschkits, Medikamente, Verbandsmaterial, Erste-Hilfe-Sets, Decken, Schlafsäcke und Isomatten gesammelt.

Gespannt warten die Beueler jetzt auf ihre traditionelle Osterkirmes vom 8. bis 18. April und den Hamburger Fischmarkt, den die Gewerbegemeinschaft vom 6. bis 8. Mai gemeinsam mit dem „Hamburger Fischmarkt on Tour“ zum zweiten Mal auflegt.

Durchgängig war das Frühlingsfest bestens besucht. Foto: Müller
Für Beet und Vase. Der Frühling kann jetzt auch in Haus und Garten Einzug halten. Foto: Müller
LKW bestückt! Die Beueler Hilfsaktion war ein voller Erfolg! Danke an die Initiatoren den Helfer und selbstverständlich an alle tollen Spenderinnen und Spender! Beuel hat ein mehr als wichtiges und deutliches Zeichen gesetzt! Foto: Fischer

Beuel packt an und zeigt Flagge

Solidaritätsbekundungen und effektives Sammeln

Nachdem das Partnerschaftskomitee Beuel-Mirecourt am 13. März in Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn, der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Beuel-Mirecourt Regina Haunhorst, mehreren Vorstandsmitgliedern und dem Leiter Bezirksverwaltungsstelle Ralf Birkner die Flaggen am Mirecourtplatz in Beuel gehisst hatten und dabei die Flagge der Ukraine aufzogen, zeigten sich auch die Veranstalter des Beueler Frühlingsfestes, Schausteller Hubert Markmann und Manuel Fischer, Betreiber des Bonner Weihnachtszirkus und Beuel´s Landtagsabgeordneter Guido Déus, mit der Ukraine solidarisch.

Ursprünglich sollten die Flaggen am Mirecoutplatz erst am 8. Mai 2022 (dem Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs) hochgezogen werden, aber angesichts der dramatischen Entwicklung in der Ukraine schien es dem Vorstand angemessen zu sein, auf diese Art und Weise seine Solidarität mit der Ukraine zu zeigen. Neben Deutschland, Frankreich, Europa, Mirecourt und Beuel wurde zusätzlich die ukrainische Flagge gehisst.

Eine junge ukrainische Frau, die seit 2001 in Beuel wohnt, war emotional sehr ergriffen von dieser Geste. Sie erzählte, dass ihre Eltern vor einigen Tagen nach einer anstrengenden Flucht endlich in Beuel in Sicherheit sind.

Bernard Schmitt, der Präsident des Mirecourter Komitees, schickte eine Botschaft aus Mirecourt, in der die Solidarität der Mirecourter Freunde ausdrückte. „Unsere Gedanken sind bei allen Opfern dieses furchtbaren Krieges, auf ukrainischer und russischer Seite“, schrieb er. Wir sind uns mit unseren französischen Freunden einig, dass es wichtiger denn je ist, unsere Freundschaften zu pflegen, uns für Europa und für die europäische Friedensarbeit einzusetzen und europäische Solidarität zu zeigen.


Hilfe vom Bonner Weihnachtszirkus

Manuel Fischer, Direktor des Bonner Weihnachtszirkus, beschäftigt mehrere Artisten aus der Ukraine in seinem Zirkus und hat selbst viele Freunde und Bekannte aus dem aktuellen Kriegsgebiet. Denen zu helfen, die im Moment in größter Not sind und ein unbeschreibliches Leid erleben, ist für ihn daher eine Herzensangelegenheit.

So informierte er Hubert Markmann, Guido Déus und Werner Koch von seinem Vorhaben und konnte das Beueler Trio schnell mit ins Boot nehmen. Entschieden und gehandelt wurde schnell. Ergebnis: Am Wochenende des 26./27.März findet in Beuel eine großangelegte Hilfsaktion für die statt! Neben der zentralen Sammelstelle in der Jahrmarkthalle von Hubert Markmann in Pützchen am Holzlarer Weg 42, wird gleichzeitig beim Beueler Frühlingsfest am Rheinufer gesammelt.

„Hier zu helfen ist für uns alle eine Selbstverständlichkeit“, so Guido Déus MdL, beim Fototermin zur Redaktion des BRÖCKEMÄNNCHE. Déus war als Beueler Bezirksbürgermeister maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Bonner Weihnachtszirkus sein Zelt in Pützchen aufschlagen konnte.

Für Werner Koch, Vorsitzenden der Beueler Gewerbetreibenden, ist die Unterstützung ebenfalls eine Selbstverständlichkeit: „Wir haben in der Coronakrise 100.000 Masken verteilt und an die Geschäftsleute im Ahrtal € 10.000,00 gespendet. Auch die Bevölkerung in der Ukraine müssen wir unterstützen“

Manuel Fischer wird die gesammelten Hilfsgüter persönlich in die Ukraine fahren. In erster Linie sammeln die Initiatoren haltbare Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, Konserven, Tee, Wasser, Babynahrung oder Trockenwurst. Aktuell werden in der Ukraine zudem auch dringend Hygieneartikel, Waschkits, Medikamente, Verbandsmaterial, Erste – Hilfe – Sets, Decken, Schlafsäcke und Isomatten benötigt. Ebenfalls können Batterien, Taschenlampen und Powerbank – Akkus können an den Sammelstellen abgegeben werden.

„Wir sammeln keine Kleidungsstücke und nehmen auch kein Geld an“, sagt Fischer, der nach unzähligen Telefonaten genau weiß, wo im Moment der größte Bedarf besteht.

Die Sammelstellen nehmen sowohl an der Jahrmarkthalle (Holzlarer Weg 42), als auch beim Beueler Frühlingsfest am Rheinufer (Nähe Kennedybrücke) am Sammel-Wochenende jeweils von 9.00–15.00 Uhr Hilfsgüter entgegen.

Seit letzten Sonntag weht die Flagge der Ukraine am Beueler Mirecourtplatz. Foto: Holger Willcke
Beuel packt’s an und Guido Déus, Hubert Markmann, Werner Koch und Manuel Fischer schleppen und verladen die Kisten (v. li.). Foto: Helmut Müller

Mit dem Pääd durch Beuel zum Rothuus!

Beuel (hm). Die Laufpferde waren gesattelt und sollten mit den Wiever des Damenkomitees St. Josef beim Rathaussturm Lena I. unterstützen. Nix wurde draus, sie mussten im Stall bleiben. Auf die Straßen und auf den Rathausvorplatz durften sie dann doch noch, als Teile Beuels kurz vor Weiberfastnacht zur Brauchtumszone erklärt wurden.

„Auf die Pferde ihr Wiever“ hieß es dann am Karnevalssamstag als sich die jecke Reiterstaffel um Kommandantin Brigitte Mohn zum Rathaus aufmachte. Empfangen wurden sie bei bestem Wetter vom Musikzug der LIKÜRA EHRENGARDE und kostümierten Beuelern, die kurzfristig vom Rathausstürmchen erfahren hatten.

Jubelnd wurde die designierte Wäscherprinzessin Lena I. mit Gefolge empfangen, den Bützoffizieren „Bützemmer“ verpasst und Orden verliehen. Fehlen durfte dabei natürlich nicht Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn und Statthalter Ralf Birkner, die nun schon zum zweiten, aber sicherlich auch zum letzten Mal, das Rathaus nicht verteidigen mussten.

Danach demonstrierten die fidele Kavallerie beim „Schäl-Sick-Ritt“ was sie in den Beinen haben, besuchten den Nepomuk am Rheinufer und waren eine besonders begehrtes Fotomotiv zujubelnder Spaziergänger. 

Am Sonntag war das Damenkomitee bei der Familienmesse unter dem Motto „Mer sin eins“ in St. Josef engagiert. Brigitte Mohn: „Vorbereitet wurde die Familienmesse schon vor einigen Wochen und wir mussten leider feststellen, dass unser Motto „Mer sin eins“ aus dem Lied von Kasalla eine erschreckend aktuelle Dimension hat. Nur wenn die Menschheit zusammenhält und versteht, wie abhängig alles von allem ist, gibt’s eine Chance auf Frieden und Menschlichkeit“.

Dies drückte sich sowohl in der für die Kinder gestalteten Katechese, als auch in den Fürbitten, begleitenden Gebeten und Denkanstößen des Gottesdienstes aus. Zum Schluss war der „Stammbaum“ der Bläck Fööss eine Hommage an das friedvolle Miteinander von Menschen jeglicher Herkunft, Nationalität und Besonderheit.

Zum 4. karnevalistischen Mitsing-Orgelkonzert am Nachmittag, war das Damenkomitee nach dem Schock und den Befürchtungen rund um den Ukrainekrieg zum Singen von Karnevalsliedern zusammen kommen.

Brigitte Mohn: „Wir haben uns dafür entschieden, denn auch zuvor in den Jahren haben wir immer Lieder ausgesucht, die ein wenig Tiefgang haben und die in besondere Weise schöne und Gemeinschaft stiftende Texte haben. Und das brauchen wir alle. Gerade jetzt!“

Beispiele dafür waren das Lied „Minsche wie mir“, oder „Freiheit Alaaf“ von den Bläck Fööss, als Inbegriff für Freiheit und Frieden kombiniert mit dem Beatles-Song Love, Love, Love und verpackt in ein originelles Bläck Fööss Arrangement. Eine Hymne an Freiheit, Frieden und Gleichheit aller Menschen. Da passte besonders das Orgelspiel von Michael Bottenhorn zu Beethovens Neunte.

Bei vielen Bands sind im Laufe der Jahre die Texte immer persönlicher geworden. Und auch das Veranstaltungsformat der Mädels von St. Josef in einer so bedrückenden Zeit.

Die Reiterstaffel an der Nepomukstatue und, beim Schutzheiligen des Beueler Schiffervereins. Foto: Privat
Beim Rathausstürmchen 2022 gab es nur Sieger. Foto: Helmut Müller
Lena I. überreicht Herrn Pfarrer Dr. Wilfried Evertz ihren Sessionsorden. Foto: Privat

Komm loss mer fiere

Beuel (hm). Und sie können es doch. Die Beueler Wiever konnten auch in dieser Session das Beueler Rathaus nicht stürmen, feiern können Sie aber trotzdem. Nach den Corona-Lockerungen, reagierte der Förderverein Beueler Weiberfastnacht sensationell schnell und stellte mit Unterstützung des PANTHEON-Theaters in Beuel Ost ein dreistündiges „Rathausersatzsturmprogramm“ auf die Beine, das schon fast eine Sitzung war.

Statt Büttenreden, gab es Comedy von Feinsten mit „Springmaus“ Margie Kinsky und der Bonner Kabarettistin Anka Zink, die sich als besonders großer Fan der Beueler Weiberfastnacht outete, und den 350 Kostümierten mal so richtig den Umgang mit den Handys beibrachte.

Eingeheizt von „Kempes Finest“ mit Frontfrau Nici Kempermann, hielt es die jecken Rathausstürmer nicht mehr auf den Stühlen. Stehend wurde coronakonform an den Tischen abgefeiert.

Mittendrin die immer noch designierte Wäscherprinzessin Lena I. mit Gefolge sowie Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn und Ralf Birkner, der eigentlich gemeinsam mit ihr das Rathaus verteidigen sollte. Doch „Dank Corona“ hatte er dienstfrei und konnte seinen Geburtstag feiern, während Lena I. mit „Janz vell Hätz Jefööl und vell Elan“ die Herzen der Jecken eroberte.

Orden wurden keine verliehen, dafür sorgte „Druckluft“ für reichlich Druck im Pantheon Kessel, den Obermöhn Ina Harder mit ständigen Zugabenforderungen noch mehr anheizte.

Die friedliche Übergabe des Rathauses fand beim Einmarsch von Lena I. mit den Wäscherinnen Janina und Judith sowie den Bützoffizieren ihren Höhepunkt. Den Schlüssel behielt allerdings Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn. Dafür überreicht sie der Tollität die aus Marzipan von Ratsherr Reiner Burgunder modellierten Türgriffe des Rathauses: Das Bröckemännche und das Waschweib.

Wenn Lena I. dann im nächsten Jahr nochmals die Chance erhalten sollte ihr Beuel erneut zu repräsentieren, damit auch das Ornat endlich aus dem Schrank kommt wird sie nicht durch die Rathaustür kommen, sondern mit der ihr angeborenen Power den Weg über den Balkon nehmen.

Dass die „Köbesse“ ein vollwertiger Ersatz der coronainfizierten „Räuber“ waren und Entertainer Willi Bellinghausen die Stimmung hochhielt bewies die Band beim fast einstündigen Auftritt und der Stimmungsgarant Willi den gesamten Morgen.       

Die Beueler Powermädels Wäscherin Janina, Wäscherprinzessin Lena I und Wäscherin Judith (v. li.).
Noch musste sich Lena I. mit den Türgriffen zufrieden geben. Im nächsten Jahr ist der Schlüssel dran.
Auch das BRÖCKEMÄNNCHE gratuliert Ralf Birkner zum Geburtstag.

JECK JEHT NET WEG

Die verspätete Januar Ausgabe des BRÖCKEMÄNNCHE ist im Druck, liegt ab dem 10. Februar kostenlos in den Einzelhandelsgeschäften der Beueler City aus und wird zusätzlich in Briefkästen von Haushalten in den Beueler Ortschaften gebracht.

Das geplante jecke Stadtmagazin kann wegen der Pandemie bedingten Absagen von Partys Proklamationen oder Sitzungen nicht darüber berichten. Zu groß ist die Angst der Brauchtumsvereine, sodass sie freiwillig verzichteten, dem Brauchtum die Plattform zu geben, die ihm gebührt. Dafür schlägt der Kommerz zu, veranstaltet Sitzungen und deklariert sie entsprechend den erkannten Lücken in den Corona-Schutzverordnungen zu Karnevalistische Essen bei denen geschunkelt aber nicht getanzt werden darf.

Damit das Brauchtum nicht zu kurz kommt, berichtet das BRÖCKEMÄNNCHE über die Tradition des Fettgebäcks, die Hofburgeinweihung von Lena I., spontane Aktivitäten der Damenkomitees und Vereine sowie über die Beueler Hymne der Wäscherprinzessin. Schaut Euch die Geschichte der fast 25-jährigen Hymne an, klickt auf das Cover der CD und singt mit.

Auch Karneval-Paparazzi Arno Schatz ist aktiv. In seinem Foto-Studio in der Bonner Altstadt kommt der Fastelovend nicht zu kurz. Schatz: „Nicht mit uns. Wir Alle Sind Karneval 2022. Das Ornat, das Kostüm, die Litewka, das Bühnenoufit bleiben jetzt nicht im Schrank!“ In seinem Facebook-Account appelliert er an die Karnevalisten: „Kommt mit bis zu 5-6 Jecke in Uniform mit Schiffchen, als Verein, als Tanzgruppe, als Gruppe, als Band, als Kommandat mit anderen Kommandanten oder Mariechen verschiedenster Vereine zu mir ins Studio.  Die ersten Fotos sind unter: http://www.karneval-paparazzi.de/ eingestellt. Also nix wie hin und Termin vereinbaren. Alle Fotos A. Schatz.

Beim Klick aufs Bild gehts zum YouTube-Video

Hofburgeinweihung statt Proklamation​

Beuel-Mitte (hm). Statt im Beueler Brückenforum vor über 1.000 Gästen proklamiert zu werden, musste die designierte Wäscherprinzessin Lena I. zum zweiten Mal coronabedingt auf die Erfüllung eines Traumes verzichten und eigentlich zu Hause bleiben.

Die Beueler Wiever sind aber nicht nur richtige Feierbiester und Bewahrer eines fast 200-jährigen Brauchtums, der Weiberfastnacht, sondern auch Meisterinnen im Improvisieren.

Irgendwie wird’s schon gehen und so ging es auch diesmal. Im kleinen Rahmen und die 2G-plus-Regularien beachtend, wurde die 23jährige Oberkasselerin unter einem Vorwand in die BEUELER Gaststätte „ZUR RHEINBRÜCKE“ gelotst.  

Mitgespielt hatte dabei ihre beiden Wäscherinnen, Janina Peeters-Daufenbach und Judith Rötten, die mit ihr einen gemütlichen Mädelabend verbringen wollten. Mädels, nämlich 12 ehemalige Wäscherprinzessinen waren dann auch zufällig in der Gaststätte an der Kennedybrücke anwesend. Anwesend um Lena an diesem trüben Januar-Abend mit viel Fastelovendsjeföhl von der ausgefallenen Proklamation abzulenken. So wurde die Hofburg eingeweiht und der Sessionsorden verliehen. Statt Bützjer nach der Verleihungszeremonie wurde gewibbelt, das Sessionsheft vorgestellt und Überraschungspakete der Bezirksverwaltungsstelle verteilt. Als dann noch Mirko Bäumer und Christoph „Raudi“ Granderath, Mitglieder der Bläck Fööss, mit Gitarre erschienen, war die Überraschung perfekt. A cappella wurden die Hits der Kölner Kultband textsicher rauf und runter gesungen.

Das Gasthaus „Zur Rheinbrücke wurde zur Hofburg. Foto: L. Conrad
Der aktuelle Sessionsorden der Beueler Weiberfastnacht.
Lena I. war total überrascht.

„Wir sind stärker als jede Welle“

– Schifferverein Beuel wirbt für’s Impfen –

Der Empfang des Beueler Schiffervereins, die neue Wäscherprinzessin kurz nach ihrer Proklamation samt Gefolge an der Nepomukstatue am Beueler Rheinufer zu begrüßen und mit der Beueler Seele zu ehren, gehört zwischenzeitlich zu einer lieb gewonnenen Tradition auf der Schäl Sick.

Leider musste die Proklamation am 21. Januar pandemiebedingt ausfallen, sodass der Empfang ebenfalls abgesagt wurde. Die Voraussetzungen, diese Veranstaltung im vorgesehenen Bereich an der Nepomukstatue coronakonform durchzuführen, wären dabei durch geeignete Maßnahmen erfüllt worden, indem der Zugang abgesperrt, coronakonform kontrolliert und die Besucher als zugelassen erkenntlich gemacht worden wären.

Statt farbigen Armbändchen hätten diese einen Button erhalten. Die Idee hierzu hatte der Stellvertreter des Käpt’n und Pressesprecher des Vereins, Claus Werner Müller, der in Zusammenarbeit mit „Orden Bley“ diesen entwarf und vom Beueler Traditionsunternehmen in einer streng limitierten Auflage produzieren ließ.

Auf diesem ist der Heilige Nepomuk, die Wäscherprinzessin sowie der Käpt’n mit Maske, Spritze und Impfpass auf einer Gierponte dargestellt, die freudestrahlend feststellen: „Wir sind stärker als jede Welle“. Folgerichtig durch ein zerquetschtes Virus unter dem Bug belegt.

Damit nicht alle Bemühungen umsonst waren kam der Vorstand der Beueler Schiffer kurzfristig zum Entschluss, am Sonntag, 23. Januar, zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr, an der Nepomukstatue für das Impfen gegen Corona zu werben und den beschriebenen Button gegen eine kleine Spende abzugeben.

Diese Idee wurde durch Stadtwerke Bonn aufgenommen und wird mit zwei in Auftrag gegeben Bannern unterstützt, um in Beuel für diese Aktion zu werben.

Ebenfalls fiel das Engagement des Vereins bei Obermöhn Ina Harder und der leider noch nicht proklamierten Wäscherprinzessin Lena I. (Obliers) auf fruchtbaren Boden. Sie erklärte sich spontan bereit, einige Stunden ihres 24. Geburtstages zu opfern, um diese Aktion zu unterstützen. Obermöhn Ina Harder: „Toll, dass Ihr Euch entschlossen habt den Empfang durchzuführen. Ein tolles Zeichen. Daran könnten sich einige Vereine ein Beispiel nehmen.“

Für den musikalischen Rahmen sorgt Hermann Hergarten, der auf seiner Drehorgel u. a. den 1999 von Gregor Kess komponierten Ohrwurm „Mir han en Wäscherprinzessin“ drehen wird.

Gegen eine Spende kann der Button am kommenden Sonntag am Infostand an der Nepomukstatue erworben werden. Foto: Orden Bley
Hermann Hergarten sorgt für den musikalischen Rahmen. Foto: H. Müller

Beueler Familien schicken Krippenfotos

Claus Werner Müller begrüßt die Drei heiligen Könige in seiner Hauskrippe.

Durch die „Santons-Krippe“ der ehemaligen Lehrerin der Beueler Realschule, Barbara Herbst (broeckemaennche.online/beuel-mitte/), die sie fotografierte und der Redaktion des BRÖCKEMÄNNCHE mailte, wurden Claus Werner Müller, 2. Vorsitzender und Pressesprecher des Beueler Schiffervereins sowie die designierte Beueler Wäscherprinzessin Lena I. (Obliers) angeregt, auch den Einzug der Heiligen Drei Könige in ihre Familien-Hauskrippen zu fotografieren und an die Redaktion zu mailen.

Bis heute 24:00 Uhr können noch weitere Fotos vom Besuch der Drei Heiligen an: redsport@t-online.de gesendet, die dann noch unter www.broeckemaennche.online veröffentlicht werden.   

Handgeschnitzt wurden die Heiligen Drei Könige der Familienkrippe unserer designierten Wäscherprinzessin in Südtirol.

Beueler Santons-Krippe komplett

Beuel Mitte (hm). Barbara Herbst, ist seit 2010 als ehemalige Lehrerin der Beueler Realschule im Ruhestand und Mitglied des Partnerschaftskomitees Beuel-Mirecourt. Inspiriert von den Traditionen des Nachbarlandes, hat sie sich seit Mitte der 90er Jahre mit der Sammlung von Krippenfiguren, den Santons-Krippen, beschäftigt und sammelt seitdem die ca. 8 bis 14 cm hohen Tonfiguren.

Pünktlich zum Drei-Königstag ist ihre „Santons-Krippe“ jetzt komplett. Per Postpaket kamen nach dem Jahreswechsel der dritte König und ein Schäfer nach Beuel. Grund genug das BRÖCKEMÄNNCHE entsprechend zu informieren.

Herbst: „Anders als in den Nachbarländern, entwickelten sich in Frankreich nicht so viele verschiedene Krippentraditionen. Das älteste noch erhaltene Ensemble (ca. 1530) steht in der Kirche St. Jean Baptiste im Nordfranzösischen Chaource und wurde zum nationalen Kulturgut ernannt. Bis auf einige Krippen, die unter elsässisch-deutschem Einfluss entstanden, stellen Krippen in Frankreich eher eine Ausnahme dar. Einzig in der Provence entwickelte sich analog zu den vielfältigen Regionen Spaniens und Italiens eine sehr ursprünglich-volksnahe Krippenart: Die Santons.“

Die aus Ton oder Terrakotta meist handgefertigten kleinen Heiligen Figuren sind 4–22 cm groß, werden bunt bemalt oder mit Stoffen gekleidet. In einer Vielzahl von Protagonisten kommt das gesamte Volk, Angehörige aller Schichten und Berufe zur Krippe, die Gaben bringen und in der Regel regionaltypische Motive, ohne direkten Bezug zur Weihnachtsgeschichte, darstellen.

Meist sind es plakative Vertreter unterschiedlicher Berufe, die ihr Werkzeug, oft auch provenzalische Spezialitäten wie u. a. Spindel, Gewehr, Fischernetz, Käse, Brot oder Wein mit sich tragen.

So rankt sich um jede Santons eine kleine Geschichte. Eine typische Erscheinung ist die des „Ravi“, der im Gegensatz zu anderen, nichts als sein Staunen mit zur Krippe bringt und damit auf den Empfang der frohen Botschaft verweist.

Wird die „KAFFEEMASCHIIIIIN“ ein Sessions-Hit?

Band aktuelle Besetzung. Foto: Achim Rhinow.

Beuel (hm). Verrückt aber genial ist die Textidee des neuen SING SING-Hits „KAFFEEMASCHIIIIIN“. Auf Basis der rhythmischen Geräusche eines Kaffeevollautomaten, soll der Song mit seinem riesigen Ohrwurmpotential zum Tanzen anregen.

„Jo, ming Kaffeemaschiiiiin – die brink misch zom Danze – isch will immer nur danze!“ heisst es im Refrain. Der Song hat und klingt absichtlich stark nach einem Boney M.-Hit. Noch vor kurzem ploppten in den sozialen Medien immer wieder Tanz-Videos zu Rasputin von Boney M. auf. Sicherlich war dieser Trend auch für den Erfolg von „KAFFEEMASCHIIIIIN“ hilfreich. 

Diverse Radiosender haben den Titel bereits in der Rotation für ihre Karnevalssendungen. Ungewöhnlich für eine Bonner Band und auch die Jury des renomierten „Loss mer Singe Song-Wettbewerbes“ hat den Titel für die Vorauswahl bereits angefragt.

Die sechsköpfige Gesangstruppe um Gregor Kess und Achim Rhinow, der den Song geschrieben und produziert hat wird von einer professionellen vier Mann starken Band unterstützt. Die Tanzbewegungen der Akteure vor rotierenden, blinkenden Hintergründen wirken oft steif und unbeholfen, dadurch aber sehr sympatisch. Das Video ist bunt und wirkt im positiven Sinne durchgeknallt und ist auch in den sozialen Medien eingestellt.

SING SING ist aber keine Boy- oder Mädel-Group sondern eine Truppe im fortgeschrittenen Alter. Das jüngste Mitglied ist 47, das älteste 73 Jahre alt und bei weitem keine Karnevalsband. Die „KAFFEEMASCHIIIIIN“ war auch ursprünglich nicht als Karnevals-Hit geplant, erscheint aber im Frühjahr auf dem Debut-Album „Överfällisch“ (Überfällig). Als zu den 12 Albumtiteln noch eine klassische Disco-Nummer fehlte, wurde diese dann mit „KAFFEEMASCHIIIIIN“ umgesetzt.

Info SING SING

Gregor Kess aus Pützchen (Happy Sixteen, Dave Freeman Showband, Die DREI.1) gründet 2009 den Chor SING SING. Die Vocal-Truppe wurde in Bonn und Umgebung schnell bekannt. Mehr als zehn Jahre lang organisierte der Chor unter dem Motto „SING SING & Friends“ am 3. Advent jeden Jahres ein Benefiz-Konzert zugunsten des Therapiezentrums Bonn in der Aula der Gesamtschule in Bonn-Pützchen. Mit 600 bis 800 Zuschauern pro Veranstaltung war dieses Event eine feste Institution für das Therapiezentrum. Und auch für die Zuschauer wurde die Veranstaltung über die Jahre zu einem fest eingeplanten Highlight in der Weihnachtszeit.

Weiter begeisterte SING SING auf Stadtfesten, Festivals und Clubs im Rheinland und trat bereits gemeinsam mit Künstlern wie Die DREI.1, Kingsize Dick, Don Bonn und Jürgen B. Hausmann auf. Im Studio leistete SING SING ihren Beitrag zu Songs diverser bekannter Interpreten – unter anderem bei dem Song „Building A Bridge“ mit Sänger Sandy Newman der legendären 60ies Band „The Marmalade“.

Mit dem jetzt kurz vor dem Abschluss stehenden Debüt-Album, „Överfällisch“ schlagen die meist aus Beuel stammenden Musiker neue Wege ein. Das Band-Motto lautet „Frech. Laut. Retro“. Das eigene Songmaterial ist an die Ära der 60er- und 70er-Jahre angelehnt – aber auf Bönnscher Mundart und musikalisch so breit gefächert, wie es damals noch üblich war. Jeder der sieben Sängerinnen und Sänger hat außerdem seinen eigenen Feature-Song und es befinden sich zudem mit Kingsize Dick und Winni Lombardo (Schäng) noch zwei hochkarätige Gast-Sänger auf dem Album. Mehr über das Album und SING SING in der nächsten Ausgabe des BRÖCKEMÄNNCHE.

Kaffeemaschiiiiin steht bereits auf der Bandwebsite (https://singsingmusic.de) zum Download zur Verfügung und ist seit dem 19.11. auf allen bekannten Downloadportalen wie (ITunes, Amazon etc.) erhältlich.

Bandgründer Gregor Kess. Foto: Achim Rhinow

Video: Achim Rhinow

KESSKO-Mitarbeiter spenden Überstunden und Urlaubstage für Flutopfer

Spendenübergabe bei der Feuerwehr in Altenahr: Ulrike Kessler, Friedhelm Trapp, Dieter Panzenell, Friedhelm Jakobs, Daniel Schopp, Horst Jakobs, Herms Wittkopf und Richard Schorn (v. li.). Foto: Privat

Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie gut Solidarität funktioniert. Die Flutkatastrophe Mitte Juli hat die Angehörigen des Beueler Traditionsunternehmens KESSKO sehr erschüttert. Insbesondere weil auch Kollegen in des 1905 gegründeten Familienunternehmens unmittelbar betroffen waren.

Der KESSKO-Betriebsrat startete umgehend einen Spenden-Aufruf bei den Mitarbeitern. Gespendet wurde Bezahlungen aus Überstunden, Urlaubstage oder Bargeld. Großzügig wurde der Spenden-Betrag von der Geschäftsleitung aufgerundet, so dass am Ende eine Spendensumme von 10.000 EURO zusammenkam.

Hiervon übergaben die Betriebsratsvorsitzenden Dieter Panzenell und Friedhelm Trapp sowie Gesellschafterin Ulrike Kessler der Feuerwehr Ahrweiler ein Scheck über 6.666 EURO. Die restliche Summe wurde zu gleichen Teilen an zwei von der Flutkatastrophe betroffenen Familien in Ahrweiler und Bad Münstereifel übergeben.

Eine schöne Geste des weltweit agierenden Herstellers von Halbfertigprodukten und Zutaten für das Bäckereihandwerk sowie Förderer der Beueler Wirtschaft, des Sports und des Brauchtums. Ulrike Kessler Vorsitzende des Beirates: „Wir hoffen durch unsere Spenden das Leid ein wenig zu mindern und einen Neuanfang zu ermöglichen.“

Beueler Nikolausmarkt was sonst

Beuel (hm). Der 33. Nikolausmarkt punktete trotz der aktuellen Corona-Beschränkungen mit dem Angebot der regionalen Händler, dem abwechslungsreichen Programm in der Pfarrkirche St. Josef, entsprechenden Adventswetter. Die Lust der Beueler, trotz ständiger Parolen und Mutmaßungen zur Eindämmung der Pandemie auf einen stimmungsvollen Auftakt in die Vorweihnachtszeit war unübersehbar.

Mit dabei auch Beueler Vereine, an deren Stände die Besucher für Reibekuchen, Schifferknall, Flammkuchen und Grillgut anstanden. An den Glühweinständen dampfte der Wein aus den Bechern und lud ein, sich dort unterhaltsam zu treffen. Besonders bei der Eröffnung am Freitag wurde es vor der Pfarrkirche besinnlich, als Bruce Kapusta mit seiner Trompete auf Weihnachten einstimmte.

Dass das Bröckemännche ein Medium von Beuelern für Beuel wird, ist an den der Redaktion zugesandten Fotos festzustellen. Sie dokumentieren abwechslungsreich das Marktgeschehen und lassen diejenigen, die nicht live dabei sein konnten, den Start in den Schäl-Sick-Advent miterleben.

Mehr Advent- und Weihnachtsmarkt am kommenden Wochenende in Vilich-Müldorf und Schwarzrheindorf. Termine: www.broeckemaennche.online

„Kindercorps angetreten!“

Beuel (hm). Soziales Verhalten, Brauchtumspflege, das Erhalten der Tradition und der Spaß an der Freud, sind die Inhalte, die den jungen Karnevalisten im Kindercorps der Beueler Stadtsoldaten vermittelt werden.

Nach mehreren Bemühungen, seit 1938 ein Kindercorps zu gründen, gelang es Egon Peffekoven, langjähriger Kommandant des Corps, ab 1967 das Corps zu entwickeln und stetig auszubauen. Für die aus den Kinderstiefeln herausgewachsenen jungen Karnevalisten, gründete er einige Jahre später das „Kadettencorps“. So wurde die Lücke zwischen Kindercorps und dem großen Corps geschlossen.  

Heute gehören 45 Kinder zum Kindercorps, das mittlerweile von Maren Füllenbach geleitet wird. Beim Generalappell am 14.11. wurden sieben neue Kinder zwischen vier und sechs Jahren ins Corps aufgenommen. Vor ihren Eltern, denen nur nach der „1G-Regel“ mit vor Ort durchgeführtem Schnelltest Einlass gewährt wurde, zeigten sie vor allem einstudierte Tänze, die sie nach zwei Jahren Corona-Pause endlich wieder öffentlich aufführen konnten.

Stolz ist das Kindercorps, dass sie in einem Video als tanzender Hintergrund bei den Auftritten der HÖHNER zu sehen sind. Positiv aufgefallen waren sie der Kölner Kultband bei der Prunksitzung der Stadtsoldaten 2019. Dabei entstand die Idee, dass die Kinder einen Tanz auf das seinerzeit brandneue Lied „So Jung“ einstudieren sollten. Das Video wurde produziert und jetzt mit Genehmigung der Band dem „BRÖCKEMÄNNCHE“ zur Veröffentlichung freigegeben.

Jetzt hoffen die jungen Tänzerinnen und Tänzer, dass sie noch reichlich Gelegenheit haben, ähnlich wie bei der Proklamation des Kinderprinzenpaares aus Vilich-Müldorf, in der Öffentlichkeit ihr Können zeigen zu können.

Arno Schatz, der Beueler Karnevalpaparazzi, war für das BRÖCKEMÄNNCHE mit dabei. Hier seine kleine Bildreportage. Weitere hochauflösende Fotos, ohne Werbung zum Download unter www.karneval-paparazzi.de  

Karnevalsauftakt im Beueler Stadtbezirk

Mit der Vorstellung der beiden Beueler Rathaus-Tollitäten, Wäscherprinzessin Lena I. und Liküra-Prinzessin Angela I. begann auf der Bonner Sonnenseite am 12. 11. die neue Session.

Diesmal fand das „Who is Who“ im Brückenforum und nicht im Großen Ratssaal des Beueler Rathauses statt. Die geladenen Vertreter der Beueler Geschäftswelt, der Kommunalpolitik, der Vereine und vor allem die Damenkomitees hatten dort Platz und Zeit genug zum Gedankenaustausch und Gespräche beim ersten Jecken-Treffen. Einlass zur städtischen Veranstaltung gab es nur für nach 3G-Vorgaben getestete Gäste.

Wechselnde Acts von „Kanallblech“, „Schäng“ und „SchmitzMarie“ begleiten den Vorstellabend, an dem auch die scheidende Wäscherprinzessin Romina I. und Liküra-Prinzessin Carina I. standesgemäß und sicherlich mit einigen Tränchen in den Augen, verabschiedet wurden.

Arno Schatz, der Beueler Karnevalpaparazzi, war für das BRÖCKEMÄNNCHE mit dabei. Hier seine kleine Bildreportage. Weitere hochauflösende Fotos, ohne Werbung zum Download unter www.karneval-paparazzi.de  

Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn (Mitte) mit den Beueler Tollitäten und den Bützoffizieren der Wäscherprinzessin. Foto: Arno Schatz

Beueler Tollitäten stehen parat

Für die Beueler Rathaustollitäten Wäscherprinzessin Lena I. und Liküra-Prinzessin Angela I. war der Sessionsauftatakt auf dem Bonner Marktplatz maßgeschneidert. Das Wetter stimmte, fast 1.000 „3G-Jecken“ jubelten den beiden Mädels mit Gefolge von der Schäl Sick, dem Bonner Prinzenpaar, dem Bonner Kinderprinzenpaar und den Regenten aus Bad Godesberg zu. Simon Langer aus der Narrenrepublik Liküra war für das BRÖCKEMÄNNCHE, das Beueler Stadtbezirksmagazin, aktiv. 

Die Welt mit anderen Augen sehen

„Wer zeichnet sieht die Welt mit anderen Augen“. so ist die Maxime von Sebastian Jenal besser bekannt als Comiczeichner und Illustrator ÖZI, der seit dem 5. November bis zum 13. März 2022 seine Werke im Beueler Heimatmuseum ausstellt.

Die Eröffnung wurde vom Trio „Jazz Garden“ begleitet. ÖZI selber berichtete von seinem Beginn im Heimatmuseum an der Wagnerstr. in Beuel: „Entweder gehe ich nach einer Woche rückwärts aus dem Laden wieder raus, oder in drei Jahren sieht man dem Museum meinen Stempel an“. Er ist im Museum geblieben und hat, nach nicht einmal einem Jahre intensiver Mitarbeit am Image des Museums, dort seine erste Ausstellung. Diese zeichnet ein buntes Bild seiner Arbeiten mit vielfarbigen Spuren seines kreativen Denkens und Schaffens, seine Anfänge, seine ihn beeinflussenden Personen, sein Engagement für den Klimaschutz und seine Comics für den Klimaführerschein. Gezeichnet wurde die Godesburg mit vielen kleinen Finessen, die es zu entdecken gilt und zuletzt die herausragenden Persönlichkeiten des Museums, Wäscherin und Ziege, denen er Witz und Leben einhauchte.

Gehen Sie auf Entdeckungsreise durch ÖZIs farbige Welt und entdecken Sie nebenbei noch die Schätze des Museums. Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15.00–17.00 Uhr. Mehr Infos zur Beueler Museumsinsel: www.hgv-beuel.de

Fotos: HGV Beuel